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Nassauische Union 1817

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Im November 2015 nahm Bürgermeister Christian Herfurth bei einem Empfang im Kanzleitor die Auszeichnung Idsteins als „Reformationsstadt Europas“ entgegen.


Dr. Mario Fischer überbrachte die Urkunde als Vertreter der in Wien ansässigen Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), die den Titel als Beitrag zum Reformationsjahr 2017 initiiert hat.

Damit gehört Idstein zu einem europaweiten Netzwerk von 100 Städten, denen eine besondere Rolle im Reformationsprozess der Evangelischen Kirche zukommt.


Grund für die Auszeichnung Idsteins ist die Nassauische Union von 1817. Ein Ereignis, das 2017 genau 200 Jahre zurückliegt. „Dass diese Union, die erste in einem Flächenstaat, für die gesamte Entwicklung der Reformation von Bedeutung ist, ist uns erst vor gar nicht allzu langer Zeit bewusst geworden“, begründete Herfurth bei der Verleihung die Bewerbung Idsteins zur „Reformationsstadt Europas“.


Unter dem politischen Druck des damaligen Herzogs Wilhelm vereinigten sich die beiden evangelischen Konfessionen im Herzogtum Nassau, die Lutheraner und die Reformierten, zu einer evangelisch-christlichen Kirche. Am 5. August 1817 traten dazu im Prüfungssaal des Pädagogiums zu Idstein 38 Synodale der nassauischen evangelischen Gemeinden zur Generalsynode zusammen und handelten die Vereinigung über mehrere Tage aus. Streitpunkt war dabei insbesondere das Abendmahl. Am 11. August 1817 schließlich konnte der Herzog ein Edikt unterschreiben, das die Union der beiden Konfessionen in Nassau rechtlich regelte.



Letzte Änderung: 12.07.2018 09:45 Uhr