Residenzschloss

Leben in Idstein - Kultur - Gerberhaus - Geschichte


Geschichte des Gerberhauses

Das Gerberhaus wurde 1815 als Ledertrockenschuppen erbaut. Im Denkmalbuch des Hessischen Landesamtes für Denkmalpflege heißt es: letztes Beispiel dieser im 19. Jahrhundert in Idstein ansässigen Gerbereibetriebe, zeitweilig der wichtigste Wirtschaftsfaktor der Stadt. Der Mauerwerksbau mit der Industrieverglasung, dem hohen, in drei Stufen abgeschleppten Satteldach mit Holzlamellen für eine optimale Trocknung des Leders, war früher eine das Stadtbild bestimmende Bauform.


Nach der Nutzung als Trockenschuppen durch die Lederindustrie diente das Gerberhaus bis zum Jahr 1816 als Ledertrockenschuppen.


Seit den 1920er Jahren bis 1993 befanden sich dort eine Glaserei und Schreinerei. 1993 hat die Stadt Idstein das Gerberhaus erworben. Im Jahr 2002 wurde es nach umfangreicher Sanierung eingeweiht. Seitdem steht das Gerberhaus als offener Kultur- und Kunsttreffpunkt, als Werkstatt zum Lernen und Experimentieren in den unterschiedlichsten künstlerischen Ausdrucksformen zur Verfügung. Es soll vorzugsweise Raum für Veranstaltungen bieten, für die im etablierten Kultur- und Kunstbetrieb kein oder wenig Platz ist. Durch seine Lage im Zentrum der Stadt, seine leichte Zugänglichkeit und seine innere und äußere Gestalt soll es Schwellenängste gegenüber Kultur und Kunst abbauen und Menschen neue Wege hierzu öffnen.

Letzte Änderung: 15.08.2018 07:15 Uhr